Wechseljahre oder Jahre für einen neuen Rhythmus
„Ich bin nicht alt. Ich bin in der Blüte meiner Abnutzung.“
Wandlungsjahre, Reifung, Neubeginn, Wechselbäder, 2. Frühling oder einfach ein neuer Lebensabschnitt?
Menopause (griechisch "meno" für Monat und "pausis" für Ende) ist der medizinische Fachbegriff für die Wechseljahre. Mit der letzten Regelblutung endet die fruchtbare Lebensphase der Frau und die Menopause tritt ein. Umgangssprachlich wird der Begriff Menopause für alle 4 Phasen verwendet; sie unterteilt sich jedoch in die Prämenopause, Perimenopause, Menopause und die Postmenopause.
Die Wechseljahre mit all ihren Phasen ist ein natürlicher und unvermeidlicher Teil des Lebenszyklus jeder Frau und bringt eine Reihe von physischen Veränderungen mit sich.
Nun, selbst wohl mittendrin und abwechselnd, wechselnd den Wechselzuständen ausgeliefert, möchte ich mehr auf dieses Thema des Wandels oder vielleicht irgendwann, wenn Frau im Annehmen angekommen ist, des Neubeginns eingehen. Werde ich bald tatsächlich unsichtbar, wie es manche Frauen beschreiben, oder gehe ich doch den Weg des Sichtbarwerdens, da ich ja Reife, Erfahrung und in manchen Dingen auch ein Ankommen erlebe? Kann ich diesen Abschnitt meines Lebens vielleicht beeinflussen um weniger in Berührung mit Beschwerden zu kommen? Wann kommt endlich der “2. Frühling” wenn ich doch das Gefühl habe im Herbst stecken geblieben zu sein?
”Wechsele” ich jetzt in einen neuen Menschen oder gelingt es mir in der Mitte meines Selbst zu bleiben, die ich ja so lange gesucht, erarbeitet und fast gefunden habe?
Viele Fragen begleiten mich, seit ich spüre älter und damit weniger belastbar zu werden. Ich horche mehr in meinen Körper und stelle mir die Fragen, wohin meine Hormone heute wieder reisen und wie sich das auf meinen Alltag auswirkt.
Vor allem in den vergangen letzten Jahren spürte ich den ständigen Wandel nicht nur im Außen, sondern auch im Innen. Als auch mein Sohn begann sein Leben selbständig zu leben und aus unserer geliebten WG auszog, begann für mich eine Lebensphase der Neuorientierung, des Loslassens, damit Neues entstehen darf. Ehrlich gesagt, übe ich immer noch.
Manchmal haben mir auch begleitende Emotionen Angst gemacht. Ich konnte es ja nicht aufhalten, das Leben mit all seinen Veränderungen. Aber durch meine seit vielen Jahren bestehende Verbindung in der Arbeit mit älteren Menschen und dem Thema der Endlichkeit des Lebens, lernte ich, diesen Themen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Nichts bleibt wie es ist, und das ist gut so, denn nur so können wir uns weiterentwickeln und ständig weiter wachsen.
Wie kann ich mein Leben auch mit möglichen Beschwerlichkeiten des Älterwerdens kraftvoll, zufrieden und sinnvoll gestalten und dabei gesund bleiben? Gedanken an meine geliebte Großmutter helfen mir dabei sehr. Bis zu ihrem Tod im 96. Lebensjahr war sie verbunden mit dem Leben, in Gedanken in ihrem Garten am Tun, neugierig und geistig sehr wach. Lebendigkeit bis zum Ende. Das ist doch erstrebenswert.
Die Wechseljahre sind keine Krankheit, aber ebenso wie eine Schwangerschaft können sie sowohl ein sich krank fühlen als auch ein Unwohlsein mit sich bringen.
Grundsätzlich sollten die Wechseljahre einen natürlichen Übergang darstellen, eine Veränderung des Körpers, der Seele und oft auch der gesamten Lebenssituation. Begleitende Symptome können recht unterschiedlich sein und äußern sich in den verschiedensten Formen. Ich glaube, so unterschiedlich wir Frauen sind, so verschieden können sich die Jahre der Veränderung gestalten, und da jede Frau ein individuelles Wunderwesen ist, geht jede auch anders damit um.
Nachdem ich auch viele Frauen mit Kinderwunsch begleite, beschäftige ich mich schon sehr lange mit hormonellen Veränderungen und Begleiterscheinungen. Mittlerweile weiß ich, dass viele Beschwerdemuster, die von Hausärzten/-innen, Gynäkologen/-innen, Orthopäden/-innen, Kardiologen/-innen, Rheumatologen/-innen, Psychotherapeuten/-innen und anderen Fachärzten/-innen nicht erkannt oder “abgetan” werden, einer hormonellen Veränderung zugeordnet und auch dementsprechend behandelt werden können. Wichtig: Keine Frau sollte Schmerzen, Schlaflosigkeit, psychosomatische Beschwerden, Ängste, ein grundsätzliches Krankheitsgefühl oder andere Beschwerden einfach hinnehmen müssen. Es gibt für jede Frau immer Hilfe und eine mögliche Therapie um Symptome zu lindern. Bitte nicht aufgeben, adäquate Hilfe zu finden.
Die Menopause wird im chinesischen “Jing Duan” genannt oder das Aufhören der Menstruation.
Jing Duan ist grundsätzlich ein normales Ereignis, das der weiblichen Ganzheit innewohnende Weisheit zum Ausdruck verhilft. Wenn sich diese Änderung sanft und ohne Stockung vollzieht, gibt es, wenn überhaupt, nur wenige pathologische Zeichen und Symptome.
So wird aus der Frau in der Postmenopause die weise Frau, eine reife, ausdrucksstarke und erfahrene Frau.
Der Wandel des Frauseins als neuer Abschnitt der Weiblichkeit sollte ohne größere Komplikationen verlaufen und ein natürlicher Prozess sein. Eine neue Zeitspanne beginnt, und wenn die Frau es schafft, psychisch diese neue Lebensphase zu akzeptieren - vielleicht sogar zu begrüßen - wird sie auch physisch keine Probleme verspüren. Wenn doch, gibt es Möglichkeiten der Hilfestellung (auch Shiatsu) sich und ihre körperliche Veränderungen anzunehmen.
In erster Linie geht es darum, den Abschnitt der Jugend hinter sich lassen zu können, mit dem Wissen, dass alles was jetzt kommt, ein Geschenk für uns selbst ist. Wir können das Qi, das wir durch Ausbleiben der Menstruation behalten, positiv für uns und unsere geistige Entwicklung und weitere Entfaltung nützen.
Für mich persönlich bedeutet diese Phase gerade das stetige Ankommen bei mir selbst.
Ich weiß, was ich mag.
Ich weiß, was ich nicht mag.
Die Blätter vor meinem Mund fallen ab wie das Herbstlaub. (immer seltener nehme ich mir “ein Blatt vor dem Mund”)
Auch wenn mein Körper nicht mehr so ausdauernd ist, wie mit 20, verstehe ich ihn zunehmend besser und weiß was er braucht.
Ich genieße mehr.
Ich lasse Dinge sein, die ich nicht mag. Ich spreche öfter ein “Nein” aus.
Ich teile meine Zeit bewusster ein.
Siesta, das Schläfchen darf jetzt einfach sein.
Ich habe kaum mehr ein schlechtes Gewissen. Nachdenklich ja.
Ich werde immer “echter”.
Die Entwicklung einer Frau in ihrer hormonellen Veränderung beginnt ab ca. 11 mit der Pubertät, ab 30 selten mit Ovulationsausfall, ab 40 gelegentlich mit Ovulationsausfall, ab 45 mit der Prämenopause (Regelanomalien), um 52 mit der Menopause/Hormonumstellung (ca. 5 Jahre lang), bis 65 zur Postmenopause. Manchmal treffen die Angaben aber auch gar nicht zu und manchmal dauert die Menopause auch 10 Jahre lang.
Fehlende Ovulation führt zu:
weniger Gelbkörpern –> weniger Progesteron –>relativer Östrogenüberschuss –> Wassereinlagerungen, Regelanomalien, psychische Verstimmungen. Auch FSH (Follikelstimulationshormon) Ausschüttung –> noch mehr Östrogen.
1. Prämenopause/Perimenopause (ab 45, öfteres Aussetzen der Mens):
Symptome von relativem Östrogenüberschuss (siehe oben), Brustspannungen, veränderte Mens (Hypermenorrhö, Hypomenorrhö, Dauerblutungen, etc.), prä- oder menstruell: Kopfschmerzen, Hitzewallungen.
2. Menopause (um 52 während ca. 5 Jahren, Mens setzt mind. 12 Monate aus)
Nach einiger Zeit senkt sich der Östrogenspiegel dann doch, wo die Phase mit den stärksten Beschwerden (ähnlich PMS) liegt. Die Eierstöcke reagieren nicht mehr auf FSH, sie bauen ihr Gewebe um, damit trotzdem Hormone produziert werden können, anstelle von Östradiol wird aber vorallem Östron produziert. Die eigentliche Hormonumstellung verläuft für einige Frauen mit leichten Beschwerden (ca. 33%), für andere ziemlich irritierend und intensiv (33%), und für letztere problemlos (33%). Nach der letzten Mens geht es für den Körper darum, ein neues hormonelles Gleichgewicht zu finden, wenn es gefunden ist, sind die Wechseljahre vorbei.
Symptome (in Reihenfolge der Häufigkeit):
65-80% Depressive Verstimmungen
70% Hitzewallungen (verstärkende Faktoren: nach Hysterektomie, Mama CA, Übergewicht)
67% Schwitzen (tagsüber manchmal stündliches Hitzegefühl, meist alle drei Stunden)
64% Schlaflosigkeit/Schlafprobleme/Durchschlafstörungen
50% Nervosität
47% Reizbarkeit
35% Spannungsgefühl
28% Ängste
22% Kopfschmerzen
Gelenksbeschwerden oder Verspannungen müssen nicht sein.
Weitere Symptome sind Vertigo, Tinnitus, Vergesslichkeit, Scheidentrockenheit, Gedächtnisstörungen, Bewusstseinstrübung (“Gehirnnebel”), Müdigkeit, Hautprobleme: von Trockenheit bis Akne, Dünner werdendes Haar, Intimtrockenheit, Veränderungen der Libido, Gelenksbeschwerden ( die der Östrogenmangel bewirkt und damit eine verminderte Durchblutung der Muskeln und Gelenke sowie eine Abnahme der Kollagenproduktion zur Folge haben. Dadurch werden auch Gelenkhäute und Knorpel dünner und Gelenksflüssigkeit nimmt ab. Das verursacht, dass Gelenke steifer und unbeweglicher werden. Östrogene wirken außerdem antientzündlich. Durch einen Mangel nehmen Entzündungsprozesse im Körper zu. Die Folge ist nicht selten eine akute Arthritis mit schmerzenden Gelenken, z.B. Entzündung der Gelenkskapsel in der Schulter = Frozen Shoulder).
Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Herzrythmusstörungen gehören auch zu den Symptomen der Perimenopause. Ein hoher Östrogenspiegel sorgt für die Erweiterung der Arterien. Ein niedriger verengt sie. Dies kann bei manchen zu Veränderungen des Blutdrucks führen. Zudem können Herzrhythmusstörungen und ein Herzstolpern-Gefühl die Folge sein. Der Rückgang des Östrogenlevels während der Perimenopause erhöht insgesamt das Risiko für Herzerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Veränderungen des Menstruationszyklus mit unregelmäßigen Perioden können die Regelblutung stärker oder schwächer gestalten als gewöhnlich. Damit wird der Zyklus länger oder kürzer. Bei manchen Frauen sind die Blutungen in den Wechseljahren so stark, dass sie sturzbachartig, auch mit geronnenen Blutklumpen und unberechenbar werden können.
Symptome (gemäß Mechanismus):
– Nachlassende Progesteronbildung:
Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Heißhunger, Wassereinlagerungen (Progesteron ist diuretisch), Migräne, Ängstlichkeit, Nervosität, Gewichtszunahme.
– Nachlassende Östrogenbildung:
Hitzewallungen, Säftemangel, trockene Schleim-/häute, Schlafprobleme, Konzentrationsmangel, Stimmungsschwankungen.
– Sinkender oder steigender Testosteronspiegel (bei einigen Frauen)
Mangel führt zu Libidomangel, Antriebsschwäche, ausdünnende Schambehaarung. Überschuss führt zu verstärktem Haarwachstum im Gesicht, tieferer Stimme und erhöhtem Libido.
Muster nach TCM
– Menopause & weniger Östrogen = Yin-Mangel
– Hitzewallungen (Prämenopause während Mens (tiefe Östrogenwerte) oder bis zu 2 Jahre während der Menopause = Yin-Leere-Hitze
Mit Hilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) lassen sich Wechseljahrsbeschwerden positiv beeinflussen.
Wer als Frau unter Wechseljahrsbeschwerden leidet, muss sich nicht damit abfinden. Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, diese besondere Zeit im Leben einer Frau hilfreich zu begleiten. Die Traditionelle Chinesische Medizin zeichnet ein positives Bild der Wechseljahre und beschreibt sie als „zweiter Frühling“. Die begleitenden Veränderungen gehen aus Sicht der TCM weit über die hormonelle Umstellung hinaus.
Wir sprechen in der TCM immer drei Ebenen an und versuchen ganz individuell zu begleiten. Mental, geistig und seelisch oder detaillierter erklärt, nähern wir uns dem Gefühlszustand, dem körperlich mental-physischen und versuchen über Anregungen den Lebenswandel zu optimieren. Selbst arbeite ich täglich daran, heraus zu finden, was mir gut tun könnte oder worauf mein Körper nicht so gut reagiert. Wir dürfen uns täglich die Einladung aussprechen, sich selbst etwas Gutes zu tun, da die Mitgestaltung grundlegend für eine nachhaltige Verbesserung der Gesamtverfassung gesehen wird.
Wie beginnen wir nun diesen manchmal so empfundenen Teufelskreis zu durchbrechen. Frauen sind während dieser auch fordernden Jahre der Veränderung im Hamsterrad gefangen. Sie müssen im Beruf funktionieren, können aber nachts nicht schlafen und sind tagsüber entsprechend erschöpft.
Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass es im Kleinen beginnt. Oft genügen wenige Momente der Aufmerksamkeit für sich selbst, ein Spaziergang verbunden mit Achtsamkeits- und Atemübungen. Nachdem sich vermehrt Hitze-Zeichen (wir bezeichnen in der TCM den Zustand der Veränderung allgemein mit überschießender Hitze) teilweise auch mit Stress- und Leere Symptomatiken äußern, braucht der Körper Nährendes. Das ist aber in der Umsetzung möglicherweise im 1. Moment schwierig, da wir glauben auch ohne viel zu essen, ständig zuzunehmen. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Verdauung wird möglicherweise träge und wir glauben, gut, dann wird wohl eine Diät helfen. Aber letztendlich ruinieren wir damit völlig unseren Stoffwechsel und abnehmen tun wir deshalb auch nicht. Viel eher profitieren wir durch eine gesunde, gekochte und hochwertige Ernährung und halten damit unsere Mitte aufrecht.
Das heißt, die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Es hilft sehr, wenn man erhitzende Dinge weglässt, wie z.B. Alkohol, Kaffee, Pfeffer, Chili, Knoblauch, Zwiebeln und rotes Fleisch. Ebenso sollte man auf eine ausreichende Versorgung mit Omega-3 und Vitamin D achten.
Auch Teemischungen oder mit Hilfe von TCM Ärztinnen zusammen gestellte TCM Kräuter und Tinkturen können helfen das aus der Balance gekommene hormonelle Gleichgewicht wieder zu stabilisieren. Yin und Yang harmonieren wieder, d.h. z.B. bei Hitzewallungen etwa muss das Yin (entspricht dem Östrogen) wieder aufgebaut werden und das Yang (entspricht dem Progesteron) etwas gelindert werden.
Über Shiatsu oder Tuina Massagen kann das physische Gleichgewicht mehr stabilisiert werden. Der Blasen-Meridian am Rücken hat den idealen Zugang um alle Organe oder Blockaden anzusprechen. Spannungsmuster zeigen sich auch ganz deutlich im Kopf-, Nacken-, ISG- und LWS Bereich. Ebenso tonisiere ich die Nieren-Energie (Yin), da mit zunehmendem Alter das Jing (Substanz) geschwächter ist. Blockaden oder eine Erhöhung z.B. im Leber-Yang (Leber-Qi-Stau) spreche ich bewegend an, um das Fließen wieder zu ermöglich.
Diese Blockaden oder Stau-Muster zeigen sich als Depression, Unruhe, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelkribbeln oder als aufsteigendes Leber-Yang mit Symptomen wie pulsierende Kopfschmerzen in der Schläfengegend, Ungeduld, Reizbarkeit oder Wutausbrüchen.
Manchmal hat das aber nicht nur mit den Wechseljahren und hormonellem Ungleichgewicht zu tun, sondern auch damit, dass Frauen einfach viel zu viel unter einen Hut bringen müssen. Arbeit, Haushalt, Kinder, Familie und alles andere, das dazu kommt.
Daher ist es eine wichtige Basis der Verbesserung sich ausreichend Freiraum zu schaffen.
Noreia Zäpfchen sind bei www.nordshop.at erhältlich.
Die Marienapotheke in Perchtoldsdorf hat eine große Auswahl an Helferlein für die Frauengesundheit.
Behandungsansatz:
- Shiatsu (bestimmte Akupunkturpunkte)
- Tinkturen (schwarze Johannisbeere, Traubensilberkerze, Salbei, Hopfen, Melisse gegen Wallungen)
- Johanniskraut, Passionsfrucht, Baldrian, Melisse, Wermut (gegen die Reizbarkeit)
- Zäpfchen auf Basis von Yamswurzel für die Vaginalschleimhaut gegen Schmerzen bzw. Trockenheit, mit Rosenöl und Blütenessenzen und Rotklee (Nord Shop, Marienapotheke oder auch DIY-Anwendungen)
Beschwerdebild: Starke Blutungen (ärztliche Abklärung erforderlich, sollte es sich um ein Myom oder Polyp handeln) ev. von einer zu stark aufgebauten Gebärmutterschleimhaut = zu viel Feuchtigkeit aus der Sicht der TCM
Behandlungsansatz:
- Shiatsu / Akupunktur / Schröpfen / Wärmetherapie mit Moxa
- Ernährung: vor allem feuchtigkeitsspendende Nahrungsmittel (Zucker, Kuhmilch- und Weizenprodukte) weglassen. Wärmende, nährende Speisen stattdessen und keine Rohkost
- Tinkturen (Zaubernuss, wilde Karotte (enthält Phytoöstrogene) Frauenmantel, Yams, Mönchspfeffer, Schafgarbe (ist sehr gut gegen starke Blutung)
Beschwerdebild: Gewichtszunahme
- Kohlehydrate, Alkohol und Zucker meiden
- Nüsse, kaltgepresste Öle, Gemüse, eher eiweisshaltige Kost bevorzugen
- Entschlackende Tees (Brennnessel, Birke, Löwenzahn)
- Nahrungsaufnahme nur 3 x täglich, keine Zwischenmahlzeiten, damit der Körper über fünf Stunden Zeit hat, eine Verschnaufpause zu machen)
Beschwerdebild: Libidoverlust
- Entspannende Massagen, Shiatsu, Akupunktur
- Yamswurzel-Zäpfchen und/oder Gleitmittel
- Mental Bewusstsein schaffen (Weiblichkeit neu durchleuchten)
Die Kraft der Nieren Energie:
Allgemein bildet für mich das Stärken der Nieren Energie (Jing, Substanz, Essenz, unsere Basis) eine wichtige Grundlage. Da beginnt alles und wenn man sich das Leben einer Frau ansieht, die einem Beruf nachgegangen ist, währenddessen Kinder groß gezogen hat, einer Vielzahl an Verpflichtungen nachgekommen ist und das über mehrere Jahrzehnte, dann braucht ihr Jing ganz besondere Pflege.
Wenn dann noch verschiedene Beschwerdemuster dazukommen, dann empfehle ich häufig zusätzlich ärztliches Abklären mit der Verordnung von TCM Kräutern.
öfter kalte Füße, häufigen Harndrang oder Blasenentzündung? Oder Schlafprobleme und Hitzewallungen? Alle diese Beschwerden gehören in der TCM zum Funktionskreis „Nieren“.
Anbei zähle ich die besten Nahrungsmittel auf, die die Nieren wieder fit machen. Die Blase ist das Partnerorgan der Niere und profitiert von einer Stärkung der Nieren mit.
Beschwerden des Nieren-Funktionskreises werden nach TCM in Nieren-Yin-Mangel und Nieren-Yang-Mangel aufgeteilt.
Der Hauptunterschied ist das Vorhandensein von Kälte oder Hitze. Je nachdem ist die passende Ernährung wärmend oder kühlend.
Typische Symptome eines Nieren-Yin-Mangels:
- Schlaflosigkeit
- Osteoporose
- Haarausfall
- Hitzewallungen
- Innere Unruhe
- Verstopfung
- Schilddrüsenüberfunktion
Ernährung, die speziell das Nieren-Yin stärkt, ist
meistens reich an Mineralstoffen
oft salzig oder sauer
oft dunkel oder schwarz
oft aus dem Meer
thermisch kühlend bis neutral
Die besten Nahrungsmittel für das Nieren-Yin:
Algen (besonders Wakame)
Amaranth
Bohnen (schwarz oder dunkel)
Brombeeren
Fisolen (grüne Bohnen)
Heidelbeeren (Blaubeeren)
Himbeeren
Hirse
Johannisbeeren
Kokosnussfleisch und – milch
Linsen
Maulbeerfrüchte
Olivenöl
Rosinen
Sesam (schwarz)
Sesamöl
Shiitake (Pilze)
Sojasauce (Tamari oder Shoyu)
Sonnenblumenkerne
Tofu
Weintrauben (dunkle)
Typische Symptome eines Nieren-Yang-Mangels:
- Antriebslosigkeit
- kalte Füße und Neigung zu frieren
- Wasseransammlungen
- Nykturie (nächtliches Wasserlassen)
- morgendlicher Durchfall
- Schwerhörigkeit
- Schilddrüsenunterfunktion
Nieren und Blase gehören nach der Lehre der 5 Elemente zum Element „Wasser“. Der zugehörige Geschmack ist salzig, die Farbe schwarz bzw. dunkel. Essen Sie deshalb regelmäßig kleine Mengen dunkle und salzige Nahrungsmittel sowie Essen aus dem Wasser, wie Fisch. Diese stärken Ihre Nieren insgesamt.
Die Jahreszeit, die den Nieren zugeordnet ist, ist der Winter. Äußere und innere Kälte wirkt besonders schwächend auf die Nieren.
TIPP: im Winter mindestens zwei gekochte Mahlzeiten täglich
Ernährung für das Nieren-Yang ist
oft scharf oder salzig
thermisch wärmend bis erhitzend
Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Kompotte, Suppen, Wild, Ente, Rind,
Getreide, z.B. Dinkelsuppe, Quinoa, Hirse, Buchweizen
KEIN Kaffee oder schwarzer Tee - kein Rotwein - nichts Scharfes - nichts Saures!
So oft es geht in die Stille gehen und darüber nachdenken. Ich mag ehrlich gesagt keine Zeit mehr mit Energieraub, fehlender Wertschätzung oder Respektlosigkeit leben. Es geht auch anders und sobald ich das erkenne, darf sich auch etwas verändern.
Kräuter, die das Nieren Yin stärken und damit das Herz Yang beruhigen:
chinesische Angelikawurzel - Dang Gui - Don Quai - wirkt Östrogen ähnlich
amerikanischer Gingseng - stärkt das Yin, wirkt beruhigend (Vorsicht - chinesischer od. koreanischer ist zu heiß)
Salbei und Griechischer Bergtee - reich an Flavonoiden - baut Östrogen auf
Melisse - beruhigt das Herz
Passionsblume - beruhigt das Herz
Safran - natürliches Antidepressiva
Mönchspfeffer - reguliert unregelmäßige Perioden und wirkt bei PMS ähnlichen Symptomen, verringert Appetit, lindert Depressionen und verbessert den Schlaf
Wechseljahr-Heiltee zum Selbermischen:
20 g Rotklee Blüten enthalten Isoflavone (Phytoöstrogen)
20 g Hopfen, stark beruhigend mit Phytoöstrogen
20 g Frauenmantel, ausgleichend, stimmungsregulierend
20 g Melisse, angstlösend, beruhigend und ausgleichend
5 g Salbei, schweißhemmend
5 g Lavendel, beruhigend und ausgleichend
5 g Schafgarbe, krampflösend
Was können wir noch tun, damit es uns besser geht:
Tanzen, Laufen, Walken, Spaziergänge, Wanderungen, Schwimmen in Naturgewässern, Qi Gong und Yoga - um das Qi zu bewegen und somit Übergewicht und Osteoporose vorbeugen - Entspannungsübungen und Meditation - um das Bild des eigenen Ich zu verinnerlichen und auch zu leben. Hormon-Yoga, besonders die Übungen von Dinah Rodrigues sind für mich in jeder Phase einer Frau wertvolle Begleiter.
Do-In-Übungen: besonders all jene Übungen, die das Leber-Qi zum Fließen bringen, die Energie nach unten absenken, die Mitte stärken, die Nierenenergie aufbauen und die Knochen stärken „Energetisches Do-In“ von Anneliese Haidinger-Krieger
Der wichtigste Tipp: Geduldig sein! Der Körper braucht die Zeit, Yin und Yang wieder aufzubauen. Das dauert manchmal über 1 Jahr oder mit Yin-Leere im Hintergrund sogar Jahre.
Mit meinem ganzheitlichen Zugang in der Begleitung von Frauen mit Wechselbeschwerden versuche ich Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme oder Schlafstörungen anzusprechen und umfangreich zu begleiten.
Es ist dadurch leichter möglich, sich körperlich wie auch mental auf diese interessante Lebensphase einzustellen. Die Wechseljahre sind ein sehr wichtiger Abschnitt im Leben einer Frau. Lebenserfahrung, Klarheit in Fragen was will ich, was will ich nicht und um die eigenen Bedürfnisse helfen dabei.
Hier gibt es noch Informationen, die vielleicht hilfreich sein könnten:
Ein Artikel zum Thema “Wechseljahre, weltweit - Gibt es eine kulturelle Menopause?” Quelle: Portal für deine neue Lebensphase: Wechselweise
Fuck the Falten - Der 40plus und 50plus Blog, der alle anspricht, für die mehr Jahre mehr Leben bedeutet, ist eine Fundgrube an interessanten Beiträgen zu Leben - Lesen - Fashion - Reisen uvm.
Die Bücher von Sabine Fuchs und Uli Heppel sind ebenso lesenswert wie ihre Posts bei Instagram!
Unbedingt vorbei schauen: www.fuckthefalten.de
Lesenswerte Bücher:
Die meisten Bücher habe ich in meinem Bücherregal und verleihe sie bei Interesse gerne.